SSL-Lücke – Verschlüsselungsprobleme bei Apple

Um für mehr Anonymität und Sicherheit zu sorgen, entwickelte Apple bereits vor Jahren ein fortgeschrittenes Verschlüsselungsprogramm mit dem Standardverfahren SSL. Mitte Februar 2014 fiel nun allerdings eine schwerwiegende Lücke bei den Betriebssystemen iOS 6 und 7 auf. Damit soll es jeder Privatperson möglich sein, den verschlüsselten Datenverkehr abzufangen und mitzulesen. Dies führt insbesondere in WLAN-Netzen zu einem Sicherheitsproblem. Wenige Tage später wurde derselbe Fehler auch im neuesten Mac-Betriebssystem, OS X Mavericks, wiedergefunden.

Neues Update bringt eine Lösung

Nach dem Aufkommen der Sicherheitslücke zeigten sich Nutzer und Experten besorgt. In der Zwischenzeit arbeiteten Applemitarbeiter unter Hochdruck nach einer Lösung. Unterdessen sendete das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) eine Warnung aus. So sollten betroffene Endgeräte nicht für Anwendungen genutzt werden, die auf das lückenhafte SSL-Verfahren zugreifen. Dies betreffe insbesondere Internetbrowser und Nachrichtenprogramme. Vier Tage später publizierte Apple schließlich ein Update. Dieses soll das Problem vollständig behoben haben. Weitere Angaben zum Ausmaß der Sicherheitslücke machte Apple allerdings nicht. So ist nicht bekannt, in welchem Umfang die Daten der Nutzer abgefangen und unter Umständen sogar missbraucht wurden.

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Apples Image ist beschädigt

Auf das Sicherheitsproblem reagierte Apple gelassen. Zugleich versicherten Mitarbeiter, dass von weiteren Sicherheitslücken nicht auszugehen ist. Viele Kunde haben das Vertrauen in Apple allerdings verloren. Experten bekräftigen hingegen, dass Apples aktualisierte Betriebssysteme im Vergleich zu anderen Konkurrenzprodukten eine sichere Umgebung bieten. Dies wird vor allem dadurch begründet, dass iOS-Systeme schwerer anzugreifen sind. Sollte auf einen verschlüsselten Datenverkehr ein hoher Wert gelegt werden, können des Weiteren Zusatzprogramme helfen. Diese werden von Apple sogar kostenlos zur Verfügung gestellt.