Für einen einzelnen Computer ist eine externe Festplatte meist die einfachere Wahl. Ein NAS, also ein Speichergerät, das über das Heimnetzwerk erreichbar ist, eignet sich, wenn mehrere Personen und Geräte auf gemeinsame Dateien zugreifen oder ihre Daten automatisch an einem zentralen Ort sichern sollen.
Damit du deine Daten zuverlässig wiederherstellen kannst, brauchst du mehrere Kopien und musst sie sicher aufbewahren. Ein NAS ersetzt deshalb keine separate Sicherung. Ergänze es durch eine externe Festplatte, die du nach dem Sichern abziehst und sicher verwahrst.
NAS und externe Festplatte im Vergleich
| Kriterium | NAS | Externe Festplatte |
|---|---|---|
| Zugriff | Über das Heimnetzwerk von mehreren Geräten aus erreichbar | Meist direkt per USB an einen Computer angeschlossen |
| Gemeinsame Dateien | Gut für einen zentralen Speicher im Haushalt | Umständlicher, weil die Platte angeschlossen oder zwischen Geräten umgesteckt werden muss |
| Sicherung | Kann mehrere Geräte zentral und automatisch sichern; Funktionen hängen von Modell und Software ab | Eignet sich für die Sicherung eines einzelnen Computers; automatische Sicherungen hängen von der verwendeten Software ab |
| Einrichtung | Konten, Zugriffsrechte und Sicherungsaufgaben müssen eingerichtet werden | Für eine einfache Sicherung meist unkomplizierter |
| Trennung vom Computer | Bleibt normalerweise mit dem Netzwerk verbunden | Lässt sich nach der Sicherung abziehen und getrennt aufbewahren |
| Schutz bei Brand oder Diebstahl | Hilft nicht, wenn NAS und Originalgeräte am selben Ort verloren gehen | Hilft bei Verlust des Computers, wenn die Platte getrennt aufbewahrt wird; für einen Schaden an der ganzen Wohnung braucht es eine Kopie außer Haus |
Wann ein NAS besser passt
Ein NAS lohnt sich, wenn Dateien für mehrere Geräte oder Personen bereitstehen sollen. Familienfotos und Dokumente liegen dann an einem zentralen Ort, statt auf verschiedenen Computern und USB-Platten verteilt zu sein. Für private und gemeinsame Dateien lassen sich je nach Gerät auch unterschiedliche Zugriffsrechte einrichten.
Du kannst ein NAS so einrichten, dass es mehrere Geräte regelmäßig automatisch sichert. Das spart manuelle Arbeit und verringert das Risiko, eine Sicherung zu vergessen. Manche NAS-Programme speichern außerdem frühere Dateiversionen. So lässt sich eine Datei nach einer versehentlichen Änderung unter Umständen auf einen älteren Stand zurücksetzen. Welche Funktionen verfügbar sind, hängt vom Hersteller und Modell ab.
Ein NAS verlangt mehr Einrichtung als eine einzelne externe Platte. Richte vor der Nutzung Benutzerkonten und Zugriffsrechte ein. Außerdem bleibt das NAS in der Regel am Heimnetz angeschlossen. Es ist deshalb keine getrennte Offline-Kopie, auf die Schadsoftware auf einem Computer nicht zugreifen kann.
Wann eine externe Festplatte besser passt
Für die Sicherung eines einzelnen Computers ist eine externe Festplatte oft die unkompliziertere Lösung. Schließe sie an und nutze die eingebaute Sicherungsfunktion oder ein Sicherungsprogramm. Bei persönlichen Dateien auf einem einzelnen Windows-PC kann die integrierte Datensicherung bereits ausreichen.
Du kannst die Platte nach der Sicherung abziehen. Eine nicht angeschlossene Festplatte ist vor einem Schadsoftwarebefall auf dem Computer besser geschützt als ein dauerhaft verbundenes Sicherungsziel. Wenn du sie nicht zum Sichern brauchst, bewahre sie getrennt und an einem sicheren Ort auf.
Der Nachteil: Wer jede Sicherung von Hand starten muss, vergisst sie leichter. Richte deshalb, wenn die verwendete Software es erlaubt, einen festen Sicherungsplan ein. Eine einzelne Festplatte kann außerdem selbst ausfallen. Wichtige Daten sollten daher auf mehr als einer Kopie liegen.
NAS und RAID sind kein vollständiges Backup
RAID bezeichnet eine Methode, mehrere Festplatten zusammen zu nutzen. Je nach Einrichtung schützt ein NAS damit vor dem Ausfall eines einzelnen Laufwerks. Bei RAID 1 werden Daten auf zwei Platten gespiegelt. Zwei Laufwerke mit je 4 TB bieten in diesem Beispiel etwa 4 TB nutzbaren Speicher.
Diese Spiegelung schützt vor einem Laufwerksausfall, aber nicht zuverlässig vor versehentlichem Löschen, Schadsoftware oder einem Schaden am ganzen Speichergerät. Änderungen und Löschungen werden auf beide Platten übernommen. Die Spiegelung hält die Daten bei einem Laufwerksausfall verfügbar. Ein Backup dagegen stellt eine frühere, intakte Datenkopie zur Wiederherstellung bereit.
NAS und externe Festplatte kombinieren
Für eine solide Datensicherung empfiehlt die Verbraucherzentrale die 3-2-1-Regel. Bewahre mindestens drei Kopien deiner Daten auf und nutze dafür zwei unterschiedliche Speichermedien. Eine Kopie lagerst du an einem anderen Ort. Ein möglicher Aufbau besteht aus den Originaldateien auf dem Computer, einer automatischen Sicherung auf dem NAS und einer zusätzlichen externen Festplatte, die regelmäßig aktualisiert und außer Haus aufbewahrt wird.
Wie oft du sicherst, hängt davon ab, wie viele neue oder geänderte Dateien du notfalls verlieren kannst. Häufig bearbeitete Daten sollten öfter gesichert werden als selten veränderte Archive. Teste außerdem regelmäßig, ob du Dateien aus der Sicherung wiederherstellen kannst. Eine Sicherung ist erst dann praktisch hilfreich, wenn der Wiederherstellungsweg funktioniert.
